Reise- und Impfberatung

Rettung aus höchster Not, auch für beruflich bedingte Reisen (G35)

Im Sommer  2015 reisten 57,6 Millionen Fluggäste von deutschen Flughäfen ins Ausland. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren dies 2,4 Millionen Passagiere mehr als im Sommerflugplan des Vorjahres (plus 4,3 Prozent). Die Zahl der Fluggäste mit Zielen innerhalb Europas legte um 4,6 Prozent zu.

 Der Interkontinentalverkehr legte um 3,3 Prozent zu. Überdurchschnittlich stieg hier nur die Zahl der Fluggäste mit asiatischen Zielen (plus 8,1 Prozent). Bei den aufkommensstärksten Zielländern Ägypten und Tunesien ergaben sich dabei mit plus 22,6 Prozent beziehungsweise minus 40,2 Prozent stark gegensätzliche Entwicklungen – eine Folge der besonderen innenpolitischen Situation in den beiden Ländern *(1).

Dabei kann es die Reiselustigen auch schnell mal am Reiseziel oder auf einer Expedition kalt erwischen, wie es erst kürzlich einer unserer Patienten zu berichten wusste. M. war unterwegs auf den Malediven bis am 3. Tag seines Urlaubes ein Tauchunfall mit Verletzung am Unterschenkel den Urlaub abrupt beendete. Dieser stellte die Versorgung vor Ort vor große Probleme- zum Glück war der Patient gut vorbereitet, alle essentiellen Impfungen vorher bei 

seinem Reisemediziner aufgefrischt und Auslandsreiseschutz-Versicherung mit Heimholservice. Dazu hatte er alle seine relevanten Unterlagen wie letzte Medikation mit Diagnosen und Behandlungen der letzten Jahre, auch in englischer Schriftsprache, dabei- eben sehr gut vorbereitet. „Na klar gehen wir vor einer so großen Reise zu unserem Reisemediziner“, so M., „wir gehen ja auch nicht ins Weserstadion ohne Eintrittskarte“. Respekt, wer sich so gut von seinem Doktor auf ein solches Event vorbereiten lässt, das können wir nur nachhaltig unterstützen.

Nach kürzlich veröffentlichten Daten des Deutschen Automobilklubs werden jährlich etwa 4500 Reisende entweder per Linie oder im Ambulanzjet heim geholt. An den Flug heim kann sich unser Patient nicht mehr erinnern, seine Ehefrau weiß aber gut zu berichten, dass dieser Ambulanzjet des ADAC aussah wie eine fliegende Intensivstation- „die Situation vor Ort war schon sehr dramatisch, ohne die professionelle Hilfe wäre das alles nicht so glatt gelaufen – eben Rettung aus höchster Not…“

Mittlerweile ist Ruhe eingekehrt, der verkomplizierte Unterschenkelbruch ist dann folgenlos ausgeheilt und M. plant mit seiner Frau bereits die nächste Reise.   

*1 (17.12.2015, Quelle:  Statistisches Bundesamt, Gustav-Stresemann-Ring 11 , 65189 Wiesbaden)
*2 (Photo-Quelle- ADAC Motorwelt  Heft 12, Dezember 2015)

Eine konsequente Reisevorbereitung sollte neben der Beantragung eines Visums bzw. eines neuen Reisepasses auch einen Blick in den Impfausweis beinhalten. Bereits bei Reisen in die südlichen Bundesländer der Republik und unserer EU Nachbarstaaten sind bestimmte Impfungen oder auch Auffrischungsimpfungen vor Reiseantritt erforderlich bzw. empfehlenswert (mind. 4-8 Wochen vor Reiseantritt).

Sollten zudem sportliche Aktivitäten am Urlaubsort geplant sein, wie Wandern im Gebirge (insbesondere ab 2000 Höhenmetern), Tauchen oder Radfahren, sollte rechtzeitig vor Reiseantritt ein Gesundheitscheck erfolgen.

Sowohl für berufliche (G 35) als auch private Auslandsaufenthalte bieten wir Ihnen:

  • Durchsicht des Impfausweises und Erstellung eines individuellen Impfplanes für die geplante Reise
  • Verhaltensempfehlungen im Reiseland
  • Beratung bei „Last-Minute-Reisen“ inklusive kurzfristig durchführbarer Impfungen
  • Hilfe zum Thema Reiseapotheke „was gehört in die Reisetasche, was nicht“
  • Hygieneempfehlungen für die Reise
  • Bei körperlicher Belastung am Urlaubsziel: Belastungstest inkl. Check-Up Untersuchung

Tauchtauglichkeitsuntersuchungen sollten ebenfalls 4-8 Wochen vor Reisebeginn durchgeführt werden. Diese beinhalten ein Vorgespräch, eine körperliche Untersuchung, ein Ruhe-EKG und eine Lungenfunktionsprüfung .

Ab dem 40. Lebensjahr sollte zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit auch ein Belastungs-EKG mit individueller Ausbelastung durchgeführt werden.
Als Untersuchungsformulare werden die dreisprachigen Vordrucke der GTÜM e.V. (www.gtuem.org) verwendet

* (Quelle: Fakten und Zahlen zum deutschen Reisemarkt 2010 des deutschen Reiseverbandes (DRV – www.drv.de)